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17.10.2014 Kurzinformation 16 0

Mehr Sicherheit innerhalb komplexer Infusionssysteme

Diesjähriger Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik geht an David Große Wentrup von der Universität Münster

Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE und das Aktionsbündnis für Patientensicherheit zeichnete David Große Wentrup von der Universität Münster mit dem „Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik“ aus. Der Nachwuchswissenschaftler entwickelte eine Möglichkeit zur technischen Integrationsüberwachung von Infusionssystemen, die es dem Pflegepersonal erleichtert, Störungen schnell zu erkennen und zu beheben. Der mit 6.500 Euro dotierte Preis wird für Innovationen vergeben, die medizinische Geräte oder Systeme sicherer und gebrauchstauglicher machen. In der stationären Behandlung oder auch im Operationssaal werden die Patienten oft mit Infusionen versorgt. Je komplexer diese Versorgung ist, desto unübersichtlicher und fehleranfälliger wird sie. Unter der erhöhten Anspannung des Klinikalltags kann es passieren, dass Ärzte und Pflegepersonal abgeknickte Schläuche, verstopfte Leitungen oder verstellte Anschlüsse erst spät oder gar nicht bemerken. Mit der „technischen Integrationsüberwachung“ schafft Wentrup nun Abhilfe: Über eingebrachte Drucksignale innerhalb der Infusionsleitungen werden Signale erzeugt, die Störungen unmittelbar anzeigen. Durch die permanente und automatische Überwachung des kompletten Systems und einzelner Komponenten werden Fehler im Aufbau, lose Verbindungen, falsche Stellungen von T-Stücken sowie Rückflüsse erkannt und lassen sich schnell beheben. Das Risiko für Patientinnen und Patienten wird dadurch deutlich minimiert.