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A.Bräckle
12.06.2017 59 0

Besuch des Helfenstein-Gymnasiums in der VDI TecStatt und an der Universität Stuttgart

Eine wichtige Aufgabe des VDE ist die Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses. Um jungen Menschen bereits in der Schule den Ingenieurberuf näherzubringen, hat der VDE Württemberg nun bereits zum dritten Mal die Abiturienten der Physik-Kurse am Helfenstein-Gymnasium in Geislingen an der Steige nach Stuttgart eingeladen, um einerseits die Universität zu besuchen und andererseits in einem Schülerlabor selbst eine Schaltung aufzubauen.

Insgesamt 18 Schüler und zwei Lehrer besuchten am 01. Juni 2017 in zwei Gruppen die Universität Stuttgart und die VDI TecStatt. Die Technikwerkstatt des VDI Württembergischer Ingenieurverein will ebenfalls Kinder und Jugendliche für Technik begeistern und damit den Ingenieurnachwuchs fördern und kooperiert dabei eng mit dem VDE.

An der Universität gaben Vertreter der VDE-Hochschulgruppe zunächst einen Überblick über das Studium der Elektrotechnik und auch über die Unterschiede zwischen der Schule und dem Studium im Allgemeinen. Im Anschluss daran besuchten die Schüler verschiedene Institute und erhielten in den Labors eine Vorstellung von den Themenfeldern, die aktuell an der Universität erforscht werden. Das Institut für Signalverarbeitung und Systemtheorie präsentierte verschieden Projekte aus dem Bereich der Radars-Signalverarbeitung. Das Institut für Leistungselektronik und elektrische Antriebe gab einen Einblick in die Welt der Elektromotoren und demonstrierte anhand einer schwebenden Eisenkugel, was die Regelungstechnik alles möglich macht. Am Institut für Halbleitertechnik konnten die Schüler schließlich das Raster-Elektronen-Mikroskop bestaunen, mit dem die am Institut gefertigten Halbleiter-Bauelemente untersucht werden.

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A.Bräckle

In der TecStatt beschäftigten sich die Teilnehmer einen halben Tag lang intensiv mit dem Thema Induktion. Nach einer kurzen Wiederholung der theoretischen Grundlagen zur Induktion ging es um die Frage: Was macht der Ingenieur daraus? Es wurden zunächst zahlreiche Anwendungen vorgestellt, in denen Ingenieure das Induktionsprinzip nutzen, um beispielsweise Motoren, Transformatoren oder Induktionskochfelder zu bauen. Die Anwendungen RFID und Induktionsschleifen wurden vertieft dargestellt. Dabei ging es um berührungslose Lokalisierung und Identifizierung von Objekten, u.a. um Warensicherung. Im Mittelpunkt des Workshops stand dann die praktische Realisierung einer Schaltung zur Auswertung der Eigenschaften einer Induktionsschleife, wie sie z.B. am Ampeln oder Parkhausschranken eingesetzt wird.  Neben dem Aufbau der Elektronik auf dem Steckbrett galt es außerdem, eine Spule zu dimensionieren und selbst zu wickeln.

Der Workshop wurde mit tatkräftiger Unterstützung  ehrenamtlicher Mitarbeiter  des VDI betreut, wofür wir uns ganz besonders bedanken. Ebenso ein herzliches Dankeschön an die VDE-Hochschulgruppe Stuttgart und die Referenten der Institute, die an der Universität Stuttgart das Programm mitgestaltet haben.