Sebastian Kosslers

Sebastian Kosslers

| Strobl
06.03.2019 36 0

VDE Württemberg auf dem Automatisierungstreff 2019

Von 19. März bis 21. März 2019 fand in der Kongresshalle Böblingen der Automatisierungstreff statt. Dieses für mittelständische Betriebe der Automatisierungstechnik wichtige Branchentreffen wurde traditionell durch eine Trendsession des VDE am 20. März 2019 bereichert

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Von 19. März bis 21. März 2019 fand in der Kongresshalle Böblingen der Automatisierungstreff statt. Dieses für mittelständische Betriebe der Automatisierungstechnik wichtige Branchentreffen wurde traditionell durch eine Trendsession des VDE am 20. März 2019 bereichert. In diesem Jahr ging es um die Automatisierung der elektrischen Verteilnetze. Als Referent konnte der VDE Württemberg Herrn Sebastian Kosslers (DKE), Leiter des VDE Kompetenzzentrums Smart Grids gewinnen.
In zwei Vorträgen stellte H. Kosslers die Datensicherheit in Smart Grids und die Verteilnetze der Zukunft - Trends von Microgrids bis Blockchain vor.

Die 20 Teilnehmer der Trendsession kamen hauptsächlich aus Ingenieurbüros für Netzplanung. Klassisch sind Planungsbüros die Technologietreiber in den Märkten, können aber meist aus Kapazitätsgründen nicht in den Normungsgremien mitwirken. Umso wichtiger war es, aktuelle Informationen aus erster Hand zu bekommen. Mit Datensicherheit in Smart Grids beschäftigen sich etliche Expertenteams innerhalb und außerhalb des VDE und dementsprechend unübersichtlich ist die Projektlandschaft. H. Kosslers stellte alle Expertenteams und deren aktuelle Projekte (IEC/TC57) vor. In der regen Diskussion wurde viel Detailwissen abgefragt und sie war stets vom souveränen Wissensstand Herrn Kosslers geprägt.
Der zweite Teil wurde dem Anspruch einer „Trendsession“ in idealer Weise gerecht. H. Kosslers hatte einige neue Technologien, die beim DKE aktuell in Normungsvorhaben einfließen, im Gepäck und besonders Microgrids wurden sehr umstritten diskutiert. Bei Microgrids handelt es sich um kleine Stromnetze, meist PV- oder Windkraft-Anlagen, die Teilnehmer größtenteils unabhängig vom konventionellen Stromnetz mit Elektrizität versorgen können. Bei Bedarf können die bei uns hauptsächlich vorkommenden Connected Microgrids vom Netz abgekoppelt werden und gehen in einen Inselbetrieb. Die drei Hauptbestandteile eines Microgrids sind dezentrale Stromquellen (z.B. Photovoltaik, Windenergie), elektrische Verbraucher und ein Steuerungssystem, das möglichst automatisiert, autonom und sicher funktioniert. Z.B. auf Blockchain-Basis und Smart Metern. Microgrids gelten als innovative Lösung für die Zukunft der dezentralen elektrischen Energieversorgung. Neben den Nachteilen des hohen Steuerungsaufwandes bieten Microgrids auch Vorteile, z.B. bei einem Blackout.

Beim abschließenden Get-together wurde noch lange darüber diskutiert.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Sebastian Kosslers für die sehr gute Übersicht aktueller Normungsaktivitäten und für seine äußerst kompetente Unterstützung bei Fragen zu Trends und neuen Technologien rund um die Automatisierung elektrischer Verteilnetze.

 

Die beiden Präsentationen von Herrn Kosslers können als PDF-Datei heruntergeladen werden.